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Pablo Ruiz Picasso wurde am 25.10.1881 in Malaga geboren. Sein Vater José Ruiz Blasco war Zeichenlehrer. Ab 1898 übernahm er den Mädchennamen seiner Mutter María Picasso y Lopez. Er war ein Wunderkind, der sogar seinen Vater mit seinem Talent beschämte und schaffte bereits mit 15 Jahren die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule in Barcelona. Schon nach einem Jahr sah sein Vater, dass Picasso unterfordert war und er schickte ihn nach Madrid. Dort ging er nicht nur zur Schule, er besuchte außerdem Museen und Künstlerkneipen, in denen er Inspiration fand. Schon damals hatte er erste erfolgreiche Ausstellungen.

Ab 1901 reiste er regelmäßig nach Paris, die damalige Kunstmetropole; eine Pflichtübung für junge aufstrebende Künstler. Beeinflusst und begeistert von den Impressionisten Cézanne, Dégas und Toulouse-Lautrec fing er an, Außenseiter der Gesellschaft zu beobachten und zu malen. Dabei fing er an, seine Darstellungen in Form und Farbe auf ein Minimum zu reduzieren. Seine „Blaue Periode“ entstand. 1904 zog er entgültig nach Paris und tauchte in das Leben der Bohème im Künstlerviertel Montmartre ein. Er beschäftigte sich zunächst vornehmlich mit der Welt des Zirkus, mit Gauklern, Harlekinen und Akrobaten. So entstand die „Rosa Periode“. Er lernte schnell Braque und den Galeristen Vollard kennen, der ihm einige Werke abkaufte, do dass Picasso zum ersten mal finanziell einigermaßen abgesichert war.

In dieser sorgenfreieren Zeit leitete sich mit dem Bild „Demoiselles d’Avignon“ seine erste kubistische Phase ein. Dieses Bild machte Furore und schockierte durch seine verzerrten und entstellten Formen und Figuren. Die Stilrichtung war geprägt durch eine radikale Reduktion des Gegenständlichen auf geometrische Strukturen zu der er durch das Vorbild der schwarzafrikanischen Plastik und der Gemälde Cézannes beeinflusst wurde. Zwischen 1907 und 1914 entwickelte er den Kubismus zusammen mit Braque bis zur Perfektion weiter. Zu seinem Markenzeichen wurde besonders die Darstellung von Köpfen, die er in irritierenden Perspektiven abbildete. Picasso fing an, mit Materialien zu experimentieren. So erfand er in der folgenden Zeit die „Collage“ Außerdem fertigte er auch Plastiken an, die nicht nur aus Holz, Metall oder Papier, sondern auch aus allen anderen erdenklichen Materialien und Gegenständen entstanden.

In den zwanziger Jahren begegnete er den Surrealisten, die ihm neue Impulse gaben. So wurden seine Werke ab sofort durch eine symbolische Ebene angereichert. Zu Beginn der dreißiger Jahre dominieren zunächst harmonische geschwungene Linien. Er interessierte sich vermehrt für den Stierkampf, der nun, vermunden mit alten Mythen, zu einem zentralen Thema wurde. 1937 griff er dieses Thema auch in dem monumentalen Gemälde „Guernica“ auf, das er als Anklage gegen das Bombardement der Spanischen Stadt durch Franco und die Deutsche Luftwaffe während des Spanischen Bürgerkriegs schuf. Für Picasso war es selbstverständlich, als Maler politisch Stellung zu beziehen, so wurde er auch 1944 Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs und erfand das weitgehend bekannte Symbol der Friedenstaube.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte er sich mit neuen Techniken wie z.B. der Lithographie oder der Keramik. Er zieht sich in seinen letzten Jahren nach Südfrankreich zurück, wo er zusammen mit seiner letzten Lebensgefährten ein recht abgeschottetes Leben führte. Picasso starb am 8. April 1973 im Alter von 91 Jahren.

Heute befinden sich die meisten seiner Werke, über 200 Gemälde, 160 Skulpturen, Collagen, Zeichnungen und Keramiken „im Musée Picasso“ in Paris. Sein Frühwerk ist vor allem im „Museu Picasso“ in Barcelona zu finden.